Alarmübung im Hellweg-Baumarkt

Alarmübung im Hellweg-Baumarkt

Rauch steigt auf, ein Räumungsalarm ertönt – was letzten Dienstagabend im Hellweg-Baumarkt passierte, war zum Glück kein Notfall, sondern eine von der Marktleitung des Baumarkts und einem Ausbildungsteam der Feuerwehr Eschborn gemeinsam vorbereitete Alarmübung. Einmal im Jahr besteht für die Feuerwehr die Möglichkeit, eine Übung unter Realeinsatzbedingungen durchzuführen, d.h. die Feuerwehrleute werden wie bei „normalen“ Einsätzen über Funkmeldeempfänger alarmiert und rücken dann auch mit Sonder- und Wegerechten aus. Erst während des Übungsszenarios erfahren sie, dass es sich „nur“ um eine Übung handelt.

Im konkreten Fall wurden Kunden, Hellweg-Mitarbeiter und Feuerwehr mit folgendem Szenario konfrontiert: Im normalen Geschäftsbetrieb kam es zu einer Brandstiftung an zwei Stellen des Marktes, welche durch handelsübliche Diskonebelmaschinen simuliert wurden. Gleichzeitig wurde im Markt aufgrund der Rauchentwicklung ein Druckknopfmelder durch einen Verletztendarsteller ausgelöst, wodurch auch der Räumungsalarm des Gebäudes aktiviert wurde. Dabei standen die Mitarbeiter des Marktes nicht nur vor der Herausforderung, die „echten“ Kunden aus dem Markt zu bitten, sondern sich zudem mit elf Darstellern des Malteser Hilfsdienstes auseinanderzusetzen, welche sich z.T. als renitente Kunden herausstellten. Parallel erfolgte über die Leitstelle des Main-Taunus-Kreises die Alarmierung der Feuerwehr Eschborn zu einem Brandmeldeeinlauf in dem Baumarkt. Erst im Rahmen der Erkundung stellte sich für die Einsatzkräfte heraus, dass es sich um eine Übung handelte. Mit der Übung wurden dabei zwei wesentliche Ziele verfolgt: Zunächst sollten die Mitarbeiter für derartige Notfälle sensibilisiert und das entsprechende Vorgehen am Praxisfall geübt werden. Darüber hinaus wurden den Feuerwehrleuten unter Einsatzbedingungen die Herausforderungen einer erfolgreichen Menschenrettung und Brandbekämpfung bei derartigen Objektgrößen eindrucksvoll aufgezeigt. Dies gehört auch in Eschborn – trotz der vielen Großobjekte – nicht zu unserem Tagesgeschäft. Als weitere Herausforderung gab es während der Übung einen echten Einsatz in Niederhöchstadt, zu dem unsere Drehleiter abkommandiert wurde.

Unser Dank geht an die Firma Hellweg, die diese Übung ermöglichte und im Anschluss die Verpflegung stellte sowie an insgesamt 14 Verletztendarsteller aus dem Umfeld der Feuerwehr Eschborn und vom Malteser Hilfsdienst aus Kelkheim, Bad Homburg und Usingen für die Beteiligung an der Übung.

Bilder: Feuerwehr Eschborn, Malteser Hilfsdienst Bad Homburg